Neue Publikation: Dupilumab bei Nasenpolypen – Behandlungserfolg unabhängig von einer früheren Nasennebenhöhlenoperation

Nach einer längeren Sommerpause melden wir uns zurück – seit Mai gab es hier keinen neuen Eintrag, aber wir waren nicht untätig! 🌿 Frisch erholt haben wir einiges zu berichten, und es folgen in den kommenden Wochen weitere Posts zu unserer aktuellen Forschung.
Den Anfang macht eine aktuelle Studie unseres Teams – entstanden unter der Leitung des Rhinologen Sven Schneider als Senior Author – die die langfristige Wirkung von Dupilumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) untersucht.
Gute Wirkung unabhängig von einer früheren Operation
In der Studie wurden 224 Patient:innen über einen Zeitraum von bis zu 4,5 Jahren beobachtet. Ein zentrales Ergebnis: Unter Dupilumab verbesserten sich Beschwerden, Nasenpolypen und Geruchssinn deutlich – unabhängig davon, ob zuvor eine Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt worden war. Auch die Anzahl früherer Operationen und das Vorliegen einer N-ERD (NSAID-exacerbated respiratory disease) führten zu keinen wesentlichen Unterschieden im Behandlungsergebnis.
Die Studie liefert damit wichtige Erkenntnisse aus der klinischen Praxis für die moderne Rhinologie und die Behandlung von Patient:innen mit Nasenpolypen.
Ein herzliches Dankeschön an Karina Berbalk, die als Erstautorin diese beeindruckende Arbeit federführend umgesetzt hat – ein hervorragendes Beispiel für die sorgfältige, patientenorientierte Forschung, die in unserem Team entsteht.
Die Arbeit wurde von einem interdisziplinären Team der HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien durchgeführt und unterstreicht die Bedeutung langfristiger Real-World-Daten für die Weiterentwicklung der Behandlung von Patient:innen mit chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen.
Für die Praxis bedeutet das: Eine vorangegangene Nasennebenhöhlenoperation beeinflusst nicht den Erfolg einer Biologika-Therapie mit Dupilumab.





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